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Orte > Chodowo (1836-1897)
Chodowo
(Chodów) liegt kurz vor Kutno in unmittelbarer Nachbarschaft
der Familiengüter in Strzelce, auf halber Strecke zwischen Posen
und Warschau. Carl v. Treskow (1787-1846) in Friedrichsfelde erwarb
das Gut 1836 für seinen ältesten Sohn Hermann (1813-1894).
Zu dieser Zeit befanden sich hier nur eingeschossige, schlichte Gutsgebäude,
die in einer Ansicht von 1847 erhalten sind.
Das neue Herrenhaus wurde erst in den späten 1850er Jahren von einem
Berliner Architekten erbaut, der vermutlich auch um 1860 das Gutshaus
in benachbarten Familiengut Domanikowo errichtete. Möglicherweise
stammen die Entwürfe aus dem Büro von Friedrich Hitzig, der
1855/56 für Hermanns Bruder Heinrich das neue Gutshaus in Dahlwitz
errichtete. Hermann überließ Chodowo seinem jüngsten
Sohn Alexander (1856-1939) und dessen Ehefrau Editha Gräfin v. Bredow
(1864-1950), deren Sohn Joachim v. Treskow (1888-1944) noch hier geboren
wurde. Die Bewirtschaftung des Guts erwies sich in den schwierigen Jahren
der Agrarkrise als unrentabel. Chodowo wurde 1897 verkauft, die Familie
zog auf das Gut Giesenbrügge in der Neumark.
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