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Die beide Güter Lucien und Gasno unweit von Gostynin mit zusammen 950 Hektar wurden 1795/96 zeitgleich mit den Gütern um Strzelce erworben, noch bevor Sigmund Otto v. Treskow den Adel und das Südpreußische Incolat erhalten hatte. Treskow gab die beiden Güter seiner einzigen Tochter Anna als Mitgift in die Ehe, als sie 1810 den Reichsgrafen Benedikt Anton v. Lüttichau heiratete, das Paar lebte aber zunächst als Pächter in Radojewo und später auf dem Lüttichau‘schen Gut Lubosin bei Posen. Erst der in Owinsk geborene Sohn Gustav (1811-1876) ließ sich 1860 das noch heute erhaltene Gutshaus in Lucien errichten, nachdem er seinen Hofdienst als kgl. Preußischer Kammerherr beendet hatte |
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Gustav v. Lüttichau hatte 1843 in Berlin Anna Hampel (1824-1908) geheiratet, die Tochter des Oberbaurats Johann Georg Carl Hampel, ein enger Mitarbeiter Schinkels und 1822-1826 Bauleiter für den Umbau des George-Hauses in der Berliner Friedrichstrasse zum Medizinisch-Chirurgischen Friedrich-Wilhelm-Institut. Im großen Haus des Großvaters [[Benjamin George]], das zuletzt Anna Sara v. Treskow und ihrer Schwester Susanne Jouanne gehört hatte, stiegen auch alle Lüttichaus bei ihren Berlin-Aufenthalten ab. Der einzige Sohn Gustav Anton v. Lüttichau (1844-1918) wuchs mit drei Schwestern in Lucien auf. Er übernahm die auf 2500 Hektar vergrößerte Gutsherrschaft 1876 und heiratete 1878 seine Cousine Martha v. Treskow (1851-1935) aus Zakrzewo, die allerdings nicht das erforderliche Kapital mitbrachte, um das Gut aus den Schulden zu retten. Auf dem Höherpunkt der Agrarkrise wurde Lucien 1896 an den Großkaufmann Adolf Kogan aus Odessa verkauft. Heute ist im Gutshaus die Grundschule des Orts untergebracht. |